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Napoleon las ihren Entſchluß in ihren Blicken und entließ die Verſammelten, indem er naͤchſter Tage eine Antwort verſprach, mittlerweile aber die Ratifikation des Traktats verweigerte, und von Cau⸗ laincourt ſeine Thronentſagung zuruͤckverlangte, ein Anſinnen, deſſen Erfuͤllung dieſer Miniſter gleichfalls verweigerte. Das Ungluͤck drang jetzt ſo ſehr auf Napoleon ein, daß es den trotzigſten Sinn endlich brechen mußte.
Die Truppen der Verbuͤndeten hatten ſich all⸗ maͤhlich bis an die Ufer der Loire verbreitet. Fon⸗ tainebleau war von ihren Detachements umaeben; ven allen Seiten verließen die franzoͤſiſchen Offiziere ſowohl, als die Soldaten ſeinen Dienſt; er konnte nicht mehr laͤnger in Sicherheit ſeinen Palaſt verlaſſen.
Paris, erſt kurz noch die Hauptſtadt, in welcher ſein Wille Geſetz, wo jedes Wort, gegen ihn geſpro⸗ chen, ſchaͤrfer verpoͤnt war, als eine Gotteslaͤſterung, war der Schauplatz von dem Triumphe ſeines Ne⸗ benbuhlers und ſeiner eigenen Schmach geworben. Der Freudenruf, der ſonſt den Kaiſer empfieng, be⸗ willkommte nun an den Tuillerien Monſieur, den Bruder des wieder eingeſetzten Koͤnigs, der mit dem Charakter eines General⸗Lieutenants des Koͤnig⸗ reiches gekommen war; die Preſſen, die ſich ſo lange beſchaͤftigt hatten, den Ruhm des Kaiſers zu ver⸗ kuͤnden, boten nun alle ihre Kunſt und Bosheit auf, ſeine wirklichen Fehler ans Licht zu kehren, und ihm ſolche, die er nie hatte, aufzubuͤrden. Er war in der Lage eines Weidmannes, der von ſeinen eigenen Hunden zerriſſen wird.
Noch ruͤhrender war es jedoch, Hoͤflinge, Kreatu⸗ ren und ſelbſt Domeſtiken, die von ſeinem Laͤcheln gelebt hatten, zu ſehen, wie ſie unter verſchiedenen Vorwaͤnden von ihm ſich losſagten, um den Bour


