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60. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 26. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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des Friedens in Europa ſey, ſo erklaͤrt er, daß er fuͤr ſich und ſeine Erben auf den Thron von Frank⸗ reich und Italien verzichtet, weil er jedes perſoͤn⸗ liche Opfer, ſelbſt das ſeines Lebens den Intereſſen von Frankreich zu bringen bereit iſt. Obgleich Na⸗ poleon dieſen Schritt gethan hatte, fuhr er dennoch fort, bis zur voͤlligen Abſchließung des Traktats, ſich mit Planen zu tragen, wie er ihn noch brechen koͤnnte. Er mechte Plane, den Ktiegsſchauplatz hinter die Loire zu verlegen aufzubrechen, und ſich mit Augereau zu verbinden nach Italien ſich durchzuſchlagen und zu dem Prinzen Eugen zu ſto⸗ ßen. Einmal war er nahe dabei, ſeine Truppen un⸗ ter die Waffen zu rufen, weil ihm ein ſehr ergebener General(Alixr, wie wir glauben) die etwas voreilige Kunde brachte, der Kaiſer von Oeſterreich ſey dar⸗ uͤber unzufrieden, daß die Verbuͤndeten ſeinen Schwie⸗

gerſohn auf ein ſolches Ertrem gebracht haͤtten, und

habe ſich entſchloſſen, ihm zu helfen. Auf dieſe Nachricht, welche ſich nachher als voͤllig ungegruͤndet auswies, verlangte Napoleon, die Marſchaͤlle ſollten ihm die uUrkunde der Thronentſagung zuruͤckgeben. Allein da dis Ganze bereits nach aller Form abge⸗ than, einregiſtrirt und abgegeben war, ſo hielten ſich die Marſchaͤlle verbunden, ſie in Haͤnden zu behal⸗ ten und ſich ihrer als des einzigen Mittels zur Rettung Frankreichs aus dieſer furchtbaren Kriſis zu bedienen.

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