116 ſich mit dieſem Gedanken begnuͤgen ſollen, wofuͤr ihn, wenn er auch ungerecht gegen den Marſchall war, Jedermann bemitleidet und entſchuldigt haͤtte. Allein am naͤchſten Tage erließ er eine Art Appella⸗ tion an die Armee uͤber die Feierlichkeit militaͤriſcher Verpflichtung, als waͤre ſie heiliger, denn die Pflicht eines Patrioten gegen ſein Vaterland; ein Schritt, den er beſſer unterlaſſen haͤtte, da man allgemein wußte, zu welcher Hoͤhe er die Grundſätze willkuͤhr⸗ licher Gewalt geſteigert hatte.
Als die Marſchaͤlle zuruͤckkehrten, hoͤrte er auf den Bericht ihrer fehlgeſchlagenen Unterhandlung als auf ein Ergebniß, das er erwartet haͤtte; allein wie waren ſie erſtaunt, als, ſtatt des uneigennuͤtzigen Benehmens, welches er bei ihrem Abgang gezeigt, nun beinahe ſeine erſte Frage war, welche Fuͤrſorge ſie fuͤr ihn perſoͤnlich getragen haͤtten, und was man uͤber ihn verfuͤgen wuͤrde? Sie ſagten ihm, es ſey der Vorſchlag gemacht worden, er ſolle als unab⸗ haͤngiger Souverain in Elba oder anderswo reſidi⸗ ren. Napoleon ſchwieg einen Augenblick.„Oder auch anderswo!“ rief er aus.„Das muß in Kor⸗ ſika ſeyn! Nein! Nein!— ich will nichts mit Kor⸗ ſika zu ſchaffen haben. Elba? wer weiß etwas von Elba? ſucht einen Offizier, der mit Elba bekannt iſt. Seht nach, ob uns nſcht Buͤcher oder Karten etwas Genaueres uͤber Elba ſagen!“ In einem Augenblick war er ſo genau mit der Lage und den Oertlichkeiten


