98 dem ſie geſchloſſen worden war. Wenn daher Napo⸗ leons Herrſchaft nicht laͤnger zum Vortheil Frank⸗ reichs war, ſondern im Gegentheil offenbar ſeinen Ruin herbeifuͤhren mußte, ſo hatte es das Recht, ſich ſeiner zu entledigen, als eines Dieners, der ſei⸗ nem Geſchaͤfte nicht vorſtehen kann, oder wie, wenn Seeleute einen Genoſſen an Bord nehmen wuͤrden, der das Steuerruder fuͤhren ſollte, ſich aber als einen zweiten Jonas erwieſen haͤtte, den man nothwendig opfern muß, um den Sturm zu beſchwoͤren, der durch ſeine ſchlechte Leitung uͤber ſie gekommen war. Von dieſem Standpunkt aus betrachtet, darf man annehmen, daß die Buͤrger von Paris ſo gut als alle diejenigen, welche etwas bei dem Kampfe zu verlieren hatten, ſicherlich weder unweiſe noch unpa⸗ triotiſch gehandelt haben. Die niedere, oder vielmehr die niedrigſte Klaſſe von Einwohnern war ſolchen Beweisgruͤnden unzugaͤnglich. Sie waren Napoleon
als ein Erbſtuͤck von der Republik vermacht, deren Erbe er mit Recht genannt worden iſt; ſeine Poli⸗
zei hatte genaue Verbindungen unter ihnen unter⸗
halten, und ihre Fuͤhrer in Sold und Abhaͤngigkeit
von der Regierung gehabt. Fuͤr Leute von ſolcher
Unwiſſenheit hatten blos die Namen gewechſelt, ohne daß ſie ihre Lage ſehr veraͤndert gefunden haͤtten. Der Ruhm Frankreichs war ihnen ein ebenſo be⸗ geiſterndes Looſungswort, als die Rechte des Menſchen es geweſen; und ihr Quantum vor


