Teil eines Werkes 
60. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 26. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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9⁵ Gottheit auf der Buͤhne erſchien, um einen verwickelten

Knoten zu loͤſen, an welchem aller menſchliche Scharf⸗

ſinn zu Schanden wurde. Unſer Buͤrger wuͤrde Na⸗

poleon wahrſcheinlich nicht verargen, daß er beim

Löſen des Knotens ſein Schwerdt etwas zu frei ge⸗

brauchte, oder mit andern Worten: daß er durch das

Sprengen des Raths der Fuͤnfhunderte an der Spitze

ſeiner Grenadiere in einem Staate, der ſich immer noch frei nannte, auf eine etwas plumpe Art zur Macht gelangte. Dieſe Ruͤckſicht wurde jedoch ſehr dadurch uͤberwogen, daß man bedenkt, welchen Ge⸗ brauch er von der auf ſolche Art erlangten Gewalt machte; er beſiegte die auswaͤrtigen Feinde, hob die Uneinigkeiten im Innern, ſchuͤtzte das Eigenthum, und fuͤr einige Zeit auch die perſoͤnliche Freiheit. Daß Napoleon Frankreich aus dem Zuſtavd der Un⸗ einigkeit und Schwaͤche in dem Augenblick, da es mit einer feindlichen Invaſion bedroht war, zu der Gebie⸗ terinn von Europa erhob, wuͤrde mit einem Mal recht⸗ fertigen, daß man die Obergewalt in ſo tuͤchtige Haͤnde legte, und die Mittel entſchuldigen, die er gebrauchte, um zu ihr zu gelangen, zumal in Zeiten, wo gewalt⸗ ſame aufeinander folgende Wechſel, unter denen die Nation ſo lange gelitten hatte, dieſe gegen Unregel⸗ maͤßigkeiten der Art gleichguͤltig machte, welche man ſich bei der Revolution vom 18. Brumaire erlaubte. Auch wuͤrde unſer Buürger nicht ſehr ungehalten dar⸗ uͤber ſeyn, daß Napoleon ſich die Krone auſſetzte.