Teil eines Werkes 
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Entstehung
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10⁰6 ſie laſen, und ein tiefes Stillſchweigen erfolgte. Die zwei getreuen Miniſter warfen ſich ihrem Gebieter zu Fuͤßen, und ſiehten ihn mit thraͤnenden Augen, dem Drange der Umſtaͤnde nachzugeben.Nimmer, entgegnete er,werde ich den Eid brechen, den ich bei meiner Kroͤnung geſchworen, die Integritaͤt des Gebietes der Republik zu behaupten, und nimmer werde ich Frankreich kleiner hinterlaſſen, als ich es gefunden habe. Frankreich wuͤrde ſich nicht blos zu⸗ ruͤckziehen, ſondern Oeſterreich und Preußen wurden vorruͤcken. Frankreich braucht allerdings Frieden, allein ein ſolcher Friede iſt ſchlimmer, als der hart⸗ naͤckigſte Krieg. Was ſoll ich den Republikanern ant⸗ worten, wenn ſie die Rheingrenze von mir verlangen? Nein ſchreiben Sie an Caulaincourt, daß ich den Traktat verwerfe und lieber das Kriegsgluͤck ver⸗ ſuche. Kurz darauf ſoll er ausgerufen haben: Ich bin naͤher bei Muͤnchen, als ſie bei Paris! Seine Rathgeber ließen ſich nicht abſchrecken. In einem ruhigeren Augenblick vermochten ihn die Mini⸗ ſter, ſeine Einwilligung zur Fortſetzung der unter⸗ handlungen zu geben. Er befahl, die Vorſchlaͤge der Alliirten nach Paris zu ſchicken und das Gutachten jedes einzelnen Staatsraths daruͤber einzuholen. Mit Ausnahme des Grafen Lacuee de Ceſſac ſtimmten alle Staatsraͤthe fuͤr die Annahme der zu Chatillon ge⸗ machten Bedingungen. Caulaincourt ſchrieb demnach am 9. Februar an die Beyollmaͤchtigen der Verbuͤn⸗