94 von Oeſterreich wuͤrde darauf beſtehen, daß man mit Buonaparte als Souverain von Frankreich unterhan⸗ delte, vorausgeſetzt, daß letzterer genuͤgende Buͤrgſchaft dafuͤr gaͤbe, daß er auf ſeine Anſpruͤche eines allge⸗ meinen Supremats verzichte, oder daß, wenn er hart⸗ naͤckig darauf beſtaͤnde, Kaiſer Franz die Errichtung einer Regentſchaft, mit Marie Louiſe an ihrer Spitze, verlangen wuͤrde; beides waͤre ein Todesſtoß fuͤr die Hoffnungen der verbannten Familie der Bourbons geweſen..
Waͤhrend dieſer ungewißheit faßten die Prinzen vom Hauſe Bourbon den heroiſchen Entſchluß, ſich ſelbſt nach Frankreich zu begeben, und zu verſuchen, ob nicht in einer ſo bedeutenden Kriſis ihre Gegen⸗ wart alte Erinnerungen erwecken wuͤrde.
Obgleich das engliſche Miniſterium ſich weigerte, die Plane der Familie Bourbon unmittelbar zu unter⸗ ſtuͤtzen, ſo konnte es vermoͤge ſeiner Gerechtigkeits⸗ liebe den thaͤtigeren Gliedern dieſer ungluͤcklichen Fa⸗ milie das Recht nicht verſagen, ſo zu handeln, wie ſie es fuͤr das Intereſſe ihrer Sache und ihrer An⸗ haͤnger am geeignetſten fanden. Auf ihr Geſuch um Erlaubniß, nach Frankreich abgehen zu duͤrfen, erhiel⸗ ten ſie von dem brittiſchen Miniſterium zur Antwort, die Fuͤrſten vom Hauſe Bourbon ſeyen Gaͤſte, nicht Gefangene von Großbrittannien; und obgleich der ge⸗ genwaͤrtige Zuſtand der Dinge ihm verboͤte, Schritte, die ſie zu thun ſaͤr gut faͤnden, ausdruͤcklich gut zu


