. 8³ unter die Waͤlle von Lyon zuruͤckzuziehen. Napoleon war gegen ſeinen alten Kameraden und Lehrer nicht viel hoͤflicher, als er gegen die andern Marſchaͤlle in dieſem Feldzuge war, wenn ſie Auftraͤge nicht erfuͤll
ten, wozu ſie durchaus keine Mittel hatten. Augereau
ward oͤffentlich als unthaͤtig und ununternehmend getadelt. Der Norden von Deutſchland und Flandern ging
fuͤr Frankreich und die franzoͤſiſche Sache gleichfalls
verloren. Hamburg hielt ſich immer noch, ward aber, wie wir bereits erwaͤhnten, belagert oder viel⸗ mehr blokirt von den Verbuͤndeten unter Bennigſen, welchem der Kronprinz von Schweden dieſen Auftrag gegeben hatte, als er nach Beendigung des Krieges
mit Daͤnemark gegen Koͤln vorgeruͤckt war, um Bel
gien von den Franzoſen zu ſaͤubern, und dann Frank⸗ reich in dieſer Richtung betrat, um die ſchleſtſche Ar⸗ mee zu unterſtuͤzen. Der Kronprinz zeigte keine perſoͤnliche Geneigtheit, an dem Angriffe auf Frank⸗ reich Theil zu nehmen⸗ Die Gruͤnde, welche ihn hie⸗ von abhalten mochten, ſind bereits angefuͤhrt. Die Royaliſten gaben noch einen weitern an, daß er naͤm⸗ lich Abſichten gehabt haͤtte, ſich an die Spitze der franzoͤſiſchen Regierung zu ſtellen, worin ihm die
verbuͤndeten Monarchen nicht willfahren wollten.
Gewiß iſt, daß er entweder aus Gruͤnden der Klug⸗ heit oder aus Abgeneigtheit nach ſeiner Ankunft in Flandern nicht mehr als ein thaͤtiges Mitglied der Coalition betrachtet werden konnte.


