Teil eines Werkes 
59. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 25. Theil (1827)
Entstehung
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nach welchem der Friede auf der volligen Unabhaͤngig⸗ keit der europaͤiſchen Staaten beruhen ſolle, ſo daß ſich keiner kuͤnfrig eine Oberherrſchaft oder Diktatur unter irgend einer Form anmaßen duͤrfe. Es war

deßhalb erkläͤrt,wie Seine Majeſtät die von Hrn.

von St. Aianan mitgetheilten allgemeinen Bedingun⸗ gen annehme. Fraukreich werde große Opfer zu bringen haben, Seine Majeſtaͤt werde ſolche aber nicht bedauern, wenn England durch gleiche Opfer zur Her⸗ beifuͤhrung eines fuͤr alle betheiligten Staaten ehren vollen Friedens beitragen wolle.

Ein flaͤchtiger Blick auf, dieſes Actenſtuͤck zeigt,

daß Napoleon, waͤhrend er ſich das Anſehen gab, den

Frieden nach den von den Alliirten vorgeſchlagenen Bedingungen zu wuͤnſchen, es gar nicht aufrichtig meinte. Seine Antwort war ſehr ſchlau darauf berechnet⸗ die Verminderung ſeiner eigenen ungemeſſenen Macht mit dem Seekoder in Verbindung zu bringen, nach weichem England und alle andern Nationen ſeit Jahr⸗ hunderten gehandelt hatten, und der den Nationen, die uͤber zahlreiche Flotten verfuͤgen, denſelben Vor⸗ theil gewäͤhrt, den die Continentalmaͤchte ſich nach der Sitte des Landkrieges durch große Armeen verſchaffen können. Die aus dieſem Koder hervorgehenden Rechte hatte England zu Ende ſeines traurigen amerikaniſchen Krieges behauptet, als die bewaffnete Neutralitaͤt bloß dazu gebildet wurde, daſſelbe in einer ſchwachen Stunde dieſes Bollwerks ſeiner Seemacht zu berauben. Auch