27 den Parteien der Royaliſten und Liberalen zerfallen waren, und das bisherige Benehmen des jetzt regie⸗ renden Koͤnigs laͤßt es allerdings bezweifeln, ob er durch ſeinen Charakter, ſeine Klugheit oder Tugend ſich zum Vermittler zwiſchen beiden Parteien geeig⸗ net haben wuͤrde, die beide entſchloſſen waren, ihre entgegengeſetzten Anſichten aufs Aeußerſte zu trei⸗ ben. Es iſt nicht mehr als wahrſcheinlich, daß es zu einem Buͤrgerkriege gekommen ſeyn wuͤrde, zwi⸗ ſchen dem Koͤnig, der die ihm zufolge der alten Ver⸗ faſſang zuſtehende Machtvollkommenheit in Anſpruch nahm, und zwiſchen den Cortes, welche die neuer⸗ langten und durch ihre Conſtitution bis zu republi⸗ kaniſchen Ungebundenheiten geſteigerten Freiheiten moͤglichſt feſthalten wollten. Im Falle eines ſolchen Krieges waͤre Koͤnig Ferdinand wahrſcheinlich in die ihm von Napoleon gelegte Schlinge gerathen; er wuͤrde ſich mit ſeinem ehemaligen Kerkermeiſter ge⸗ ggen die Cortes und vielleicht felbſt gegen die Eng⸗ kaͤnder verbundet haben, die, obgleich ſie die theore⸗ tiſchen Uebertreibungen des beſtehenden Regterungs⸗ ſyſtems, durch welche die Patrioten in zwei Fact io⸗ nen getrennt wurden, nicht billigten, nichts deſto we⸗ niger die Cortes, als die Vertreter des ſpaniſchen Wolkes und als ihre Verbuͤndeten haͤtten ⸗behandeln muͤſſen. Talleyrand ſoll die Freilaſſung Ferdinands ſchon fruͤher empfohlen und dieſe Maßregel in Bezie⸗ hung auf Spanien eine Olla podrida genannt haben.
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58. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 24. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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