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Belzig und andern Doͤrfern. Ney wollte ſich von den feindlichen Quartieren entfernt halten und durch⸗ aus kein Aufſehen erregen. Sein Plan war, die⸗
ſelben links zu laſſen, alles Zuſam mentreffen mit
dem Kronprinzen zu vermeiden, ſeine Streitmacht guf die Straße zu bringen, die von Torgau nach
Berlin fuͤhrt, und ſich mit den Truppen, die Buo⸗ naparte von Dresden nach demſelben Punkte etwa
entſenden moͤchte, in Verbindung zu ſetzen.
Bei einer genaueren Pruͤfung dieſes Planes er⸗ gab es ſich, daß man dabei Gefahr lief, die Armee des Kronprinzen von Schweden am ſuͤdlichen End⸗ punkte ihrer Quartierſtellung, und zwar bei dem Dorfe Dennewit, aufzuſtoͤren. Tauenzien hatte die⸗ ſes Dorf ſehr ſtark beſetzt und man konnte nicht un⸗ bemerkt vorbeikommen. Wenn aber Dennewitz durch
ein hinlaͤnglich ſtarkes Korps maskirt wurde, ſo konn⸗
te Ney ſeine Hauptmacht bis nach Dahme vorſchie⸗
ben, ohne ſich in ein Treffen einlaſſen zu muͤſſen. Man glaubte dieſes Mandver ſo raſch ausfuͤhren zu
koͤnnen, daß dem Kronprinzen zur Concentrirung ſei⸗ ner Armee keine Zeit mehr blieb. Am 5ten brach Ney von Wittenberg auf. Am
6ten bildete die Diviſion Bertrand, die Dennewitz
maskiren ſollte, den aͤußerſten linken Fluͤgel der Ar⸗ mee. Als ſie ſich dem Dorfe naͤherte, ließ Tauen⸗ zien, der dort befehligte, ſeine Truppen ausruͤcken und zwiſchen demſelben und den Franzoſen aufmar⸗


