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Dabei blieb das Ungluͤck nicht ſtehen. General Lauriſton mußte ſich gleichfalls uͤber die Katzbach zu⸗ ruͤckziehen, noch ehe er die nach Schonau entſandte Diviſion Puthod wieder hatte an ſich ziehen koͤnnen. Dieſe, die jetzt auf dem rechten Ufer der Katzbach ganz iſolirt war, ward ſofort vom Feinde raſch ange⸗ griffen und niedergemacht oder gefangen genommen. Sonach war die Armee, die in Schleſien operiren und Dresden haͤtte decken ſollen, ganz außer Gefecht geſetzt. Sie ſoll 15,000 Mann, und mehr als hun⸗ dert Kanonen verloren haben.
So viel auch Napoleon in den Schlachten von Großbeeren und an der Katzbach verloren hatte, ſo beharrte er doch auf dem einmal gefaßten Entſchluß, ſich in ſeiner centralen Stellung an der Elbe zu be⸗ haupten und Dresden als Waffenplatz zu benuͤtzen. Um das Ungluͤck, das ſeine Legaten zu verfolgen ſchien, das aber einzig aus dem Umſtande entſprang, daß ſie große Dinge mit geringen Mitteln leiſten ſoll⸗ ten, zu entwaffnen, uͤbertrug er dem Marſchall Ney das Kommando der Nordarmee mit dem beſtimmten Befehl, ſeine Adler auf den Mauern von Berlin aufzurflanzen. Am oten September uͤbernahm daher Ney die fruͤher von Oudinot befehligte Armee, die jetzt in der Gegend von Wittenberg lag, um den Befeh⸗ len des Kaiſers gemaͤß, gerade auf die preußiſche Hauptſtadt loszugehen. Der Feind(die Armee des Kronprinzen) lag ziemlich auseinander in Juͤterbock,


