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der den Kanonendonner hoͤrte, ſchlug in ſeiner Ungeduld den Weg ein, den er fuͤr den kuͤrzeſten hielt, um deſto ſchneller an Ort und Stelle zu kommen. Un⸗ gluͤcklicherweiſe war dies gerade der fuͤr die Reiterei beſtimmte. So kamen etwa fuͤnftauſend Pferde und wenigſtens fuͤnfmal ſo viel Infanteriſten auf eine einzige Straße, wo ſie bald in Unordnung geriethen und ſich gegenſeitig hinderten, beſonders in einem Dorfe Namens Kroitſch, einem langen und engen Defile; hier entſtand ein ſolches Gedraͤnge von Rei⸗ tern und Fußgaͤngern, von Geſchuͤtz und Gepaͤck, daß an kein Durchkommen mehr zu denken war.
Macdonald wehrte ſich indeß mit einer Tapfer⸗ keit, die ſeinem hohen Kriegsruhme entſprach, ob⸗ gleich er in ſeiner entbloͤßten Flanke von vier Rei⸗ terregimentern und von General Karpoff mit einem zahlreich en Koſackenhaufen angegriffen wurde. Aber das Schickſal der Schlacht war unwiderruflich entſchieden. Die Franzoſen wichen zuruͤck und verloren beim Ue⸗ bergang uͤber die wuͤthende Neiße und uͤber die Katz⸗ bach, die beide durch die heftigen Regenguͤſſe ange⸗ ſchwollen und ausgetreten waren, unzaͤhlige Men⸗ ſchen. Das Letzte wagend, ſtellte ſich Mardonald an die Spitze der Truppen, die ſich endlich aus dem Defile von Kroitſch herausgewunden hatten; aber ſie wurden mit großem Verluſt zuruͤckgewieſen, und mit dieſem Gefechte endete ſich dieſe, fuͤr die rangoſen ſo verderbliche Schlacht.


