114 ſich ſehr ſchlechten Gebirgswege waren aber durch das Unwetter faſt ungangbar geworden. Die Alliir⸗ ten wurden von den Franzoſen in jeder Richtung verfolgt und verloren, was ſeit einiger Zeit ſelten geworden war, eine große Anzahl von Gefangenen. Die Franzoſen zaͤhlten ſieben⸗ bis achttauſend Todte und Verwundete, die Alllirten wenigſtens eben ſo viel und uberdies noch 13⸗ bis 15,000 Gefangene, mei⸗ ſtens Oeſterreicher, wie ſolches von Buturlin bezeugt wird. Die Franzoſen berechnen dagegen den Verluſt der Alllirten auf 50,000 Mann, was offenbar uͤber⸗ trieben iſt; doch duͤrfte die Haͤlfte davon den eigent⸗ lichen Verluſt wohl nicht uͤberſteigen. Es iſt jedoch auf⸗ fallend, daß die Alliirten von mehr als hundert Ka⸗ nonen die ſie mitgebracht hatten, auf ſo ſchlechten Wegen nicht mehr als ſechsundzwanzig verloren ha⸗ ben ſollen. Demungeachtet hatte die Schlacht, wie keiner von Napolevns neueſten großen Siegen, wich⸗ tige Folgen. Sie war das letzte ungemiſchte Ge⸗ ſcheuk des Gluͤcks an ſeinen langjaͤhrigen Guͤuſtling und hatte die reißende Schnelligkeit und die Alles uͤberwaͤltigende Kraft eines unerwarteten Donner⸗ ſchlags.
Zu Ende dieſes glaͤnzenden Tages kehrte Napo⸗ jeon zu Pferde nach Dresden zuruͤck. Sein grauer Ueberrock, ſein abgekraͤmpter Hut waren ganz durch⸗ naͤßt. Er rritt ein unanſehnliches, gar nicht ſtattlich ausgeruͤſtetes Pferd, und ſtach auch durch ſeinen lin⸗


