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57. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 23. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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kiſchen Sitz gar ſehr gegen Murat ab, der ein un⸗ uͤbertrefflicher Reiter und an Schlachttagen ſtets mit theatraliſcher Pracht gekleidet war.

Der ehrwuͤrdige Koͤnig von Sachſen empfing ſeinen Befreier mit Entzuͤcken, denn Napoleon war dies wenigſtens fuͤr ihn, wenn auch nicht fuͤr die Sach⸗ ſen. Napoleon benahm ſich nach der Schlacht edel⸗ muͤthig; er ließ Geld unter die Buͤrger von Dres⸗ den, die durch die Kanonade gelitten hatten, verthei⸗ len, und fuͤr die Verwundeten und Gefangenen der feindlichen Armee trefflich ſorgen.

Am naͤchſten Morgen war der raſtloſe Mann ſchon wieder zu Pferd, um ſeinen Sieg erſchoͤpfend zu be⸗ nutzen. Er ließ die Alliirten auf den abſcheulichen Wegen, die ſie hatten einſchlagen muͤſſen, beharrlich⸗ verfolgen und nicht zur Ruhe und Beſinnung kom⸗ men. Selbſt die unverwuͤſtlichſte Organiſation wuͤrde die ungeheuren Anſtrengungen Napoleons in dieſen drei oder vier letzten Tagen nicht haben aushalten koͤnnen. Er war beſtaͤndig dem Sturm ausgeſetzt geweſen, und hatte ſelten Nuhe oder Erfriſchung genoſſen. Auch ſoll ihm der gierige Genuß eines gro⸗ ben und unverdaulichen Geruͤchts geſchadet haben.*)

*) um genau zu ſeyn, eine mit Anoblauch gefüllte Ham⸗ melsbruſt war das einzige Gerücht, das ſeine Diener am a7 ſien für ihn auftreiben konnten Mahoened, ein Liebling Napoleons erkrankte auch einmal durch den Genuß dieſer ſchwerverdaulichen Spei e; aber die Hammelsbruſt hatte die

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