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ernannte den Vicekoͤnig von Italien zu ſeinem Nach⸗ folger im Oberkommando der Armee mit dem ruͤ⸗ genden Beiſatze:„Der Vicekoͤnig verſteht ſich beſ⸗ ſer auf die Leitung der milikaͤriſchen Angelegenhei⸗ ten im Großen, und genießt uͤberdies das volle Vertrauen des Kaiſers.“ Dieſer indirekte Stich vermehrte die Kaͤlte zwiſchen den zwei Schwaͤgern um vieles.—
Indeſſen ruͤckten die Ruſſen, die keinen Wider⸗ ſtand fanden, fortwaͤhrend in Preußen ein, um die⸗ ſes Land durch ihre Gegenwart zu dem Entſchluſſe zu ermuthigen, den man von ihm erwartete. Frank⸗ reich hatte ſich gegen Preußen die ungeheuerſten Be⸗ druͤckungen erlaubt, ſeiner Nationalexiſtenz ein Ende zu machen gedroht, ſeine Feſtungen befetzt, ihm alle Rechte eines unabhaͤngigen Staates entzogen. Dies war ein Mißbrauch der Siegesrechte, der, nur auf Uebermacht geſtuͤtzt, ſobald dieſe ein Ende genommen, nicht laͤnger geduldet werden durfte. In ſeinem Un⸗ gluͤcke ſchien Napoleon allerdings auf die Freund⸗ ſchaft Preußens zu rechnen, um die er ſich in ſeinem Gluͤcke niemals beworben hatte. Dies war aber ge⸗ rade ſo viel, als wenn ein tuͤrkiſcher Korſar erwar⸗ ten wollte, daß ſeine Galeerenſklaven aus Ehrgefuͤhl fortfahren wuͤrden, zu rudern, wenn die Kette, die ſte an ihre Baͤnke feſſelte, gebrochen werden ſollte.
Koͤnig Friedrich ergriff demnach ſeine Maßre⸗ geln, um ſich von dem franzoͤſiſchen Joche frei zu


