27 die Vorwürfe der franzöſiſchen Schriftſtelter.— Er verläßt Ber. lin, um nach Breslau zu gehen.— Vertrag, der zwiſchen Ruß. land und Preußen in den erſten Tagen des Maimonats zu Stande kommt.— Alexander kommt am 1'ten nach Breslauz am 16ten erklärt Preußen den Krieg gegen Frankreich.— Kriegs⸗ rüſtungen in Preußen.— Allgemeiner Enthuſiasmus im ganzen Lande.— Blücher wird zum Generaliſſimus ernannt.— Recht⸗ fertigung des Kronprinzen von Schweden, der dem Bündniſſe gegen Frankreich beitritt.— Verfahren eſterreichs.— Napoleon beharrt auf ſeinen Anſprüchen.— Regentſchaft in Frankreich in der Abweſenheit Napoleons, unter dem Vorſitze der Kaiſerin.
Bei ſeiner Abreiſe von Smorgoni hatte Napo⸗ leon das Kommando uͤber die Ueberbleibſel der gro⸗ ßen Armee ſeinem Schwager uͤbertragen, was dieſem eben nicht willkommen war und ſeinen Ehrgeiz kei⸗
neswegs befriedigte; Murat ſah darin keinen Erſatz
fuͤr die vielen Kraͤnkungen, die er waͤhrend des Feld⸗ zugs erlitten und wegen denen er, wie wir geſehen haben, auf den Kaiſer noch immer zuͤrnte. Da er uͤberdies mehr Soldat als General war, ſo hatte der Krieg fuͤr ihn keinen Reiz, wenn er nicht an der Spitze ſeiner Relterei ſeine Tapferkeit bewaͤhren konnte; auch war er eiferſuͤchtig auf ſeine Gemahlin geworden, die waͤhrend ſeiner Abweſenhei t das Ru⸗
der in Neapel fuͤhrte. Er wies daher die Truppen,
uͤber die er verfuͤgen konnte, in die oben angefuͤhr⸗ ten preußiſchen Feſtungen, die noch von den Franzo⸗ ſen beſetzt waren und verließ am 16ten Januar ohne
weiteres die Armee. Napoleon, daruͤber aufgebracht,
verkuͤndete in einem Tagsbefehl deſſen Abreiſe und


