Teil eines Werkes 
56. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 22. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

85

liche Armee mit allen ihren Diviſionen noch vorhan⸗ den geweſen, auch nachdem dieſelbe ſchon zwei Drit⸗ tel ihres Beſtandes verloren hatte und zu einem un⸗ disciplinirten Haufen herabgeſunken war.Warum wollen Sie mich um meine Ruhe bringen? ſagte er zu einem Offizier, der aus Veranlaſſung eines in dieſer Form erlaſſenen Befehls ihn auf die wirk⸗ liche Lage der Dinge aufmerkſam machen wollte. Und als dieſer Offizier, vielleicht in der Meinung, dem Kaiſer ſey das, was er eben nicht hoͤren wollte, un⸗ bekannt, den Gegenſtand von Neuem in Anregung brachte, ereiferte ſich Napoleon und frug ihn:Herr!

ich frage Sie, warum Sie mich um meine Ruhe

bringen wollen?

Es unterliegt keinem Zweifel, daß Napoleon den Zuſtand ſeiner Armee ſo gut wie ein Anderer kann⸗

te; aber das Geſtaͤndniß, daß ihm ein Uebel, dem er

abzuhelfen außer Stand war, bekannt ſey, haͤtte ſich

nicht wohl fuͤr einen Mann geziemt, der ſich mehr

fuͤr den Gebieter, als fuͤr den Unterthan des Schick⸗

ſals gehalten wiſſen wollte. Napoleon war keiner

von jenen Fuͤrſten, deren Horaz erwaͤhnt, die in der

Noth und in der Verbannung den Titel der Maje⸗

ſtaͤt und die Sprache des Herrſchers ablegen. Das

Hauptquartier von Smorgoni und die Hofhaltungen

zu Porto Ferrajo und auf St. Helena dienen gleich ſehr zum Beweis, wie ſehr er nicht nur an der Macht, ſondern auch an den Formen der Souperainitat zu