84. einer neugeſchaffenen Armee von zwoͤlfmalhundert⸗ tauſend Mann im Zaum zu halten; er ſagke ferner, er habe Ney nach Wilna vorausgeſchickt, mit dem Auftrage, die Armee dort wieder zu organiſiren und durch einen kraͤftigen Schlag die Ruſſen vom weitern Vorruͤcken abzuſchrecken, worauf ſofort die Winter⸗ quartiere hinter dem Niemen bezogen werden koͤnn⸗ ten. Er nahm ſodann von jedem feiner Generale ei⸗ nen herzlichen Abſchied, ſetzte ſich in ſeinen Schlit⸗ ten, der an das Fiſcherbvot des erres erinnerte, und reiste um zehn Uhr des Nachts von Smorgoni ab. Mit welchen Geſuͤhlen dieſer außerordentliche Mann die Ueberbleibſel ſeiner Armee verlaſſen ha⸗ ben mag, iſt ſchwer, auch nur zu errathen. Er hatte in ſeiner aͤußerſten Noth ſtets die unerſchuͤtterlichſte Standhaftigkeit gezeigt, ſo daß Aeußerungen des Grams oder des Aergers, die ihm zuweilen ent⸗ ſchlupfren, von ſeinen umgebungen als auffallende Abweichungen von ſeinem normalen Gemuͤthszuſtande bemerkt und aufgezeichnet wurden. Um ſeine Faſ⸗ ſung zu bewahren, litt er durchaus keine Auseinan⸗ derſetzung des Mangels und Elends, das ihn um⸗ gab. So ſchloß er dem Dberſten Albignat, der ihm die ſchreckliche Lage des Marſchalls Ney nach der Schlacht von Wiazma ganz enthuͤllen wollte, den Mund mit den Worten:„Ich will von dieſen De⸗ rails nichts hoͤren.“ Man bemerkte auch, daß er noch immer Befehle gab, als waͤre die ganze kaiſen⸗
88
1
-——


