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muͤhten, um vorwaͤrts zu kommen, ſtolperten ſie mit jedem Tritt, und viele von ihnen verſanken in Erd⸗ riſſen und Schluchten, die der Schnee zugedeckt hatte. Diejenigen, die das Band der Disciplin noch zuſam⸗ menhielt, konnten in ſolchen Faͤllen noch einigerma⸗ ßen auf Beiſtand rechnen; aber die Nachzuͤgler, die debandirten Soldaten gehorchten einzig dem drin⸗ genden Trieb der Selbſterhaltung und kannten kein Mitleid, kein Erbarmen mehr, wie dann dieſes Ge⸗ fuͤhl im Gluͤck zuweilen, im Uebermaße des Elends aber faſt immer, durch die Selbſtſucht verdraͤngt wird. Durch den Sturmwind, der ſich jetzt erhob, wurde der vom Himmel fallende und der vom Boden aufgewehte Schnee den Marſchirenden ins Geſicht gejagt. Von denen, die, vom Wirbelwinde gefaßt, zu Boden fielen, ſtanden viele nicht mehr auf; der Schnee hatte ſie bald zugedeckt. Leichte Erhoͤhungen zu beiden Seiten der Straße bezeichneten die Grab⸗ ſtaͤtten dieſer Ungluͤcklichen, bis der naͤchſte Sommer ihr Gebein zur Schau legte.
Der Name Smolensk, den die Soldaten ſtets im Munde fuͤhrten, war noch der einzige Talisman, der ihren Muth aufrecht hielt. Dieſer Name bezeich⸗ nete den Ort, wo ſie Ruhe und Ueberfluß finden ſoll⸗ ten. Smolensk galt als die große Niederlage der Magazine und beſonders auch derjenigen Artikel, die die Soldaten auf den anhaltenden Maͤrſchen, zuerſt
nach Wilna und dann nach Moskau, verbraucht oder W. Scott's Werke. LVI. 3


