34 abgenutzt hatten. In der Hoffnung und in der Ue⸗ berzeugung, bald das Ziel ihrer Leiden zu erreichen, ſetzten ſie ihren Marſch mit einem Muthe fort, den ſelbſt das ſchreckliche Schneegeſtoͤber nicht ganz aus⸗ tilgen konnte. Auch rechneten ſie auf eine Verſtaͤr⸗ kung von dreißigtauſend Mann unter Victor, der zu Smolensk ihre Ankunft erwartete; aber ein Zuſam⸗ mentreffen von ſchlimmen Nachrichten hatte dieſem Korps eine andere Beſtimmung gegeben.
An demſelben verhaͤngnißvollen 6ten November erhielt Buonaparte Kunde von zwei wichtigen Ereig⸗ niſſen, die beide dem Sturm, der ihn umtobte, ent⸗ ſprachen. Das eine war die ſonderbare Verſchwoͤrung von Mallet, die wegen ihres anfaͤnglichen Gelingens und ihrer gleichbaldigen Unterdruͤckung gleich ſehr merkwuͤrdig iſt. Dies zog ſeine Gedanken nach Pa⸗ ris und diente zum Beweis, daß in einem Neiche, in welchem ein ſolcher Verſuch dem Gelingen ſo nahe war, unmoͤglich Alles gut beſtellt ſeyn koͤnne. Auf der andern Seite wurden ſeine Gedanken hinwiede⸗ rum auf ſeine gegenwaͤrtige Lage durch die Botſchaft erichtet, daß Witgenſtein die Offenſive ergriffen, St. Cyr geſchlagen, Polotsk und Witepsk und die ganze Linie der Dwina wieder beſetzt habe. Dadurch war in Hinſicht auf ſeinen Ruͤckzug ein neues Hin⸗ derniß entſtanden, zu deſſen Beſeitigung Victor auf ſeinen Befehl Smolensk verlaſſen und gegen Wit⸗ genſtein ziehen mußte, um dieſen wleder uͤber die


