117 St. Petersburg marſchiren und mit der neuen Haupt⸗ ſtadt Rußlands verfahren, wie er mit der alten ge⸗ than. Dieſer Plan ſagte dem verwegenen Geiſte Na⸗ poleons, der ein Spiel, wobei Alles zu gewinnen oder Alles zu verlieren war, am liebſten ſplelte, auch am meiſten zu. Er ſprach ſogar davon als von ei⸗ ner beſchloſſenen Sache; allein Berthier und⸗Beſſie⸗ res uͤberzeugten ihn, daß die vorgeruͤckte Jahreszeit, die Beſchaffenheit der Wege, der Mangel an Lebens⸗ mitteln und der Zuſtand der Armee einen ſolchen Gedanken ganz unausfuͤhrbar machen. Nach einem zweiten Vorſchlage ſollte man ſich gegen Suͤden, nach der fruchtbaren Provinz Kaluga wenden und von da Smolensk, den erſten Waffenplatz der Armee, wlie⸗ der gewinnen. Auf dieſer Straße war eine Schlacht mit Kutuſof, der, wie wir ſogleich ſehen werden, ſich im Suͤden von Moskau aufgeſtellt hatte, nicht zu vermeiden. Dieſer Umſtand war in mancher Hin⸗ ſicht ein neuer Grund fuͤr Naypoleon, die Straße von Kaluga einzuſchlagen; allein eine zweite Schlacht, wielleicht eben ſo hartnaͤckig und eben ſo wenig ent⸗ ſcheidend, als die von Borodino, waͤre wohl eine ſchlechte Einleitung zu einem Ruͤckzug geweſen, auf dem man der Moldauarmee wenigſtens die Flanke haͤtte preisgeben muͤſſen. Der dritte Plan war, auf derſelben Straße, auf der er vorgeruͤckt war, und auf der er mittelſt einiger in aller Eile befeſtig⸗ ter Punkte noch eine ſchwache Verbindung mit Smo⸗
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55. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 21. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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