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55. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 21. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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zu trinken hatten. Beſonders an Zucker hatten ſie einen ſolchen Ueberfluß, daß ſie ihre Pferdefleiſchſup⸗ pen damit wuͤrzten. Das Ganze war eine ſeltſame, Ekel erregende und hoͤchſt ominoſe Coexriſtenz der ro⸗ heſten Schwelgerei und aͤußerſten Noth. Diejeni⸗ gen ſchaͤtzten ſich am gluͤcklichſten, die durch berau⸗ ſchende Getraͤuke ihr Gefuͤhl abſtumpfen und ſo auf einige Stunden ihr Elend vergeſſen konnten. Napoleon und ſeine Offiziere gaben ſich alle Muͤ⸗ he, wieder einige Ordnung in die zerruͤttete Armee zu bringen. Das Pluͤndern, von dem man leben mußte, konnte nicht eingeſtellt werden, ward ader zuletzt mit mehr Ordnung betrieben und mußte, wie jeder andere Dienſt, nach dem Roſter geſchehen. Die Truppen wurden entweder aus der Stadt ent⸗ fernt oder in den noch uͤbrig gebliebenen Haͤuſern, die ſie ohne Erlaubniß nicht verlaſſen durften, einguar⸗ tirt. Den Bauern, die ſich mit Lebensmitteln eln⸗ fanden, wurde aller moͤgliche Vorſchub geleiſtet. Demungeachtet erſchienen nur wenige, und zuletzt ließ ſich keiner mehr ſehen. Sonach unterlag keinem Zweifel, daß Moskau nicht auf laͤngere Zeit zu ei⸗ nem Aufenthalt fuͤr die Truppen tauge, und man mußte darauf denken, wie baſſelbe am fügniaſten zu raäumen ſey. Man konnte hiebei auf dreierlei Weiſe verfalh ren und jede dieſer Methoden ward von Napoleon auf das ſorgfaͤltigſte gepruͤft. Erſtlich konnte er nach