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an. Indeſſen hielt Noſtopſchin vor ſeiner Abreiſe noch ein oͤffentliches Blutgericht. Er ließ zwei Men⸗ ſchen vor ſich fuͤhren, einen jungen Ruſſen, der in Deutſchland einige Sentenzen aus den Zelten der franzoͤſiſchen Republik ſich gemerkt und dieſelben leichtſinnigerweiſe in Moskau ausgekramt hatte, und einen Franzoſen, den die nahe Ankunft ſeiner Lands⸗ leute zu einigen unklugen politiſchen Aeußerungen veranlaßt hatte. Der Vater des ruſſiſchen Verbre⸗ chers war auch da. Man glaubte, er waͤre gekom⸗ men, ſich fuͤr ſeinen Sohn zu verwenden. Allein er war es, der deſſen Tod forderte.
Der Gonuverneur bewilligte ihm einige Augen⸗ blicke, um Abſchied von ſeinem Sohne zu nehmen und ihn zu ſegnen. 4
„Soll ich einen Rebellen fegnen?“ ſagte der ſeythiſche Brutus.„Mein Fluch uͤber den, der ſein Vaterland verrathen hat!“
Der Verbrecher ward auf der Stelle zuſammen⸗ gehauen. 4 „Fremdling,“ ſagte jetzt Roſtoyſchin zu dem Franzoſen,„Du warſt unvorſichtig; doch mußteſt Du als Franzoſe allerdings die Ankunſt Deiner Lands⸗ leute wuͤnſchen: Du biſt frei; geh und ſage ihnen, daß es in Rußland nur einen Verraͤther gegeben und daß dieſer mit ſeinem Leben dafuͤr gebuͤßt har.“
Der Gouverneur ließ hierauf die Gefängniſſe
fuen, und die Miſſethaͤter in Freiheit ſetzen, dann


