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55. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 21. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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der an dem Saume der unermeßlichen ruſſiſchen Waͤlder geraͤuſchlos dahin ſchleicht, ritt er vor, um das jenſeitige Ufer zu erkunden. Da geſchah es, daß ſein Pferd ſtrauchelte und ihn abwarf.„Eine ſchlimme Vorbedeutung;“ rief jetzt eine Stimme; ein Roͤmer wüuͤrde umkehren. Man weiß aber nicht, ob dieſe Worte von ihm oder von jetiand aus ſeinem Ge⸗ folge geſprochen worden ſind. Auf dem ruſſtſchen ufer zeigte ſich ein einziger Koſacke, der die erſton uͤbergegangenen Franzofen anrief und frug, was ſie auf dem ruſſiſchen Gebiete wollten.„Euch ſchlagen und Wilna nehmen,“ war bie Ankwort. Der Koſacke jaste davon und kein Soldat ließ ſich mehr ſehen. Ein ſchreckliches Ungewitter war der Willkomm, der den Franzoſen in dieſem unwirthſamen Lande ward, nad bald darauf erhielt der Kaiſer die Nach⸗ richt, daß die Ruſſen ſich auf allen Punkten zurück⸗ zoͤgen und die unverkennbare Abſicht zeigten, Lithauen ohne Schwertſtreich zu raͤumen. Der Kaiſer beſchleu⸗ nigte ſofort den Marſch ſeiner Kolonken, faſt mehr noch, als man es von ihm gewohnt war, um einen jener furchtbaren Streiche zu fuͤhren, durch die er ſeinen. Feind gleich bei Eroͤffnung des Feldzugs zu vernichten pflegte. Dies gab Anlaß zu einem Er⸗ eiguiß, das noch ominoͤfer ſchten, als ſein Sturz vom Pferde und jenes Ungewitter, das ihn am ülfer des Niemen begrüßt hatte. Da der Kaiſer die Bruͤk⸗ ken uber die Willa, die, vom Regen angeſchwollen