Teil eines Werkes 
55. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 21. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

chen konnte, elnem alten, unverſoyhnlichen Feinde un⸗

ter billigen Bedingungen den Frieden zu gewaͤhren, ſey beſſer, als durch deſſen Vernichtung zum Aufkom⸗ men einer noch furchtbareren, noch herrſchſuͤchtigeren und noch unwiderſtehlicheren Macht beizutragen. Demzufolge kam zu Buchareſt zwiſchen Rußland und der Tuͤrkei ein Friede zu Stande, auf den wir ſpaͤ⸗ ter wieder zuruͤckkommen werden.

So ſah ſich Frankreich bei dem bevorſtehenden Kampfe um den Beiſtand Schwedens und der Tuͤr⸗ kei, ſeiner alten Alliirten, gebracht. Preußen folgte ihm wie ein Sklave dem Wagen ſeines Gebieters; Daͤnemark und Sachſen zogen mit ihm als Bundes⸗ genoſſen, denen man gute Worte gibt, ſo lange ſie ſich willig finden laſſen; Oeſterreich als ein mit et⸗ was mehr Achtung behandelter Verbuͤndeter, der ſei⸗ nen zweideutigen Beiſtand nur unter Bedingungen bewilligt hatte, die den franzoͤſiſchen Kaiſer in Be⸗ ziehung auf die polniſchen Angelegenheiten ſehr be⸗ engten. Es folgt hieraus eines von beiden. Na⸗ poleon verſchmaͤhte entweder, im Vertrauen auf ſeine unermeßlichen Ruͤſtungen, durch Unterhandlungen ei⸗ nen Beiſtand auszuwirken, den er nicht gebieteriſch fordern konnte, oder ſein politiſches Talent ſtand ſeinem militaͤriſchen weit nach.

Wer freilich nur auf die Staͤrke und auf die