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Beſchaffenheit der Armee ſah, welche Frankreich bei
dieſer wichtigen Veranlaſſung ins Feld brachte, mochte
es vielleicht nicht tadeln, daß Napoleon den Beiſtand,
den ihm Schweden und die Pforte haͤtten leiſten
koͤnnen, eben nicht hoch anſchlug. Er hatte die Con⸗ ſcription vom Jahre 1811 voraus genommen und rief nun die von 1812 auf. Es lag ſonach am Tage, daß, ſo lange Napoleon lebe und Krieg fuͤhre, das Auf⸗ gebot der erſten Klaſſe nicht eine durch die Umſtaͤnde etwa bedingte Maßregel, ſondern eine beſtaͤndige und unerlaͤßliche, aus der jungen franzoͤſiſchen Mannſchaft jedes Standes jaͤhrlich zu erhebende Taxe von 80,000 Mann ſey. Zu dem Ertrage dieſer beiden Conſcrip⸗
tionen kamen noch die Contingente der Koͤnige aus
dem kaiſerlichen Hauſe, der Vaſallenfuͤrſten und der
unterthaͤnigen Republiken, die ſammt und ſonders
die Befehle von Buonaparte geſtellt wurden. eit den Zeiten des erres, wenn anders die Be⸗
richte uͤber die perſiſche Invaſion nicht uͤbertrieben
ſind, war keine ſolche Armee mehr im Felde erſchie⸗
nen. Man wird beinahe vom Schwindel befallen, wenn man die Staͤrke derſelben berechnet.
Der ungefaͤhre Betrag ſaͤmmtlicher Streitkraͤfte des franzoͤſiſchen Kaiſerreichs und der von ihm ab⸗ haͤngigen oder mit ihm verbuͤndeten Staagten wird
von Buturlin angegehen wie folgt:—
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