Teil eines Werkes 
54. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 20. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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leidenſchaftliche und unpolitiſche Betragen Napoleons, wahrſcheinlich eben ſo treu geblieben ſeyn wuͤrde, als es ſich ſeit dem Buͤndniß von Franz 1. und Guſta Wafa bewieſen hatte.* Duaß Schweden gerade in demſelben Augenblick, wo ſeine Mitwirkung ſo nützlich geweſen waͤre, be⸗ leldigt wurde, laͤßt ſich in der That nur aus Napo⸗ leons Erbitterung gegen einen Prinzen erklaͤren, in dem er vom 18ten Brumaire an einen Nebenbuhler und jetzt einen widerſpenſtigen und aufruͤhreriſchen Vaſallen ſah. Er hätte wegen der Ehre und des Vortheils von Frankreich von ſolchen perſoͤnlichen Verhaͤltniſſen abſehen ſollen. Dies lag aber, wie es ſcheint, nicht in dem Charakter Napoleons, der, wenn er die ihm geleiſteten Dienſte im Andenken behielt, wie ſeine corſiſchen Landsleute, Beleidigungen, die ihm zugefuͤgt worden, nimmermehr vergeſſen und da⸗ durch manchmal verleitet werden konnte, mehr ſel⸗ nem Groll, als ſeiner Politik Gehoͤr zu geben. Bei dem Ausbruche der Feindſeligkeiten zwiſchen Frankreich und Rußland mußte der Koͤnig von Preu⸗ ßen nothwendig in große Verlegenheit gerathen. In ſeiner Stellung zwiſchen dieſen beiden Maͤchten konnte er nicht wohl neutral bleiben; griff er zu den Waf⸗ fen, ſo galt es zu uͤberlegen, auf welche Seite er ſich ſchlagen ſolle. Durch die Erpreſſungen der Fran⸗ zoſen zu Grunde gerichtet, von den franzoͤſiſchen Be⸗ ſatzungen mißhandelt, vom Tugendbunde insgeheim