Teil eines Werkes 
54. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 20. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
Einzelbild herunterladen

21

Maßregel in Vorſchlag brachte, jederzeit auch das Gehaͤſſige derſelben auf ſich nehmen mußte; man legte daher dem Polizeiminiſter dieſen neuen Ein⸗ griff in die oͤffentliche Freiheit keineswegs zur Laſt, weil man uͤberzeugt war, daß ſolcher nur das Werk Nayoleons und ſeines geheimen Rathes ſey.

Ein anderer fuͤr Napoleon unguͤnſtiger Umſtand war der, daß die Beobachter der Zeitereigniſſe in der Entfernung der alten republikaniſchen Rathgeber und in den ſtrengeren Maßregeln gegen die politi⸗ ſchen Widerſacher eine Wirkung der Verbindung mit Oeſterreich erkennen wollten. Viele Franzoſen wuͤr⸗ den es gar nicht getadelt haben, wenn Napoleon, als Erbe der Revolution und unter Berufung auf die ihm durch dieſe gewordenen Rechte, ſo despotiſch wie Dauton, Robespierre und Andere geboten haͤtte⸗ Dieſe konnten ſich aber nicht darein finden, daß der Kaiſer Napoleon, der die hoͤchſte Gewalt auf eine tauſend Mal gelindere Weiſe uͤbte, ſein Herrſcher⸗ recht und ſeine Anſpruͤche auf den Gehorſam ſeiner Unterthanen auf ſeine Verbindung mit einem der alten europaͤiſchen Haͤuſer ſtuͤtzen wollte, welchem die Grundſaͤtze der Revolution einen ewigen Krieg er⸗ klaͤrt hatten. Jede volltiſche Sekte hat ihre Fa⸗ natiker, und unter den alten Jakobinern gab es viel⸗ leicht nicht wenige, die es vorgezogen haben wuͤrden, unter dem ſchrecklichen Belle der republikaniſchen Guillotine zu ſterben, als eine laͤngere oder kuͤrzere