Teil eines Werkes 
54. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 20. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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14 bin einſchmelchelnd, beredt, gelange endlich durch Anfuͤhrung von Gründen oder durch meine Zudring⸗ lichkeit zum Ziele. Den andern Tag wird das Pa⸗ pier, das die erbetene Gunſt beſtaͤtigen ſoll, zuruͤck⸗ gewieſen, vielleicht zerriſſen, oder unter einen Hau⸗ fen von Bittſchriften geſchoben. Da zeige ich dann meinen ganzen Muth, ich bringe die nicht erhoͤrte Bitte wieder und wieder vor, und, was vielleicht der Gipſel der Vermeſſenheit iſt, ich berufe mich auf ein Verſprechen, das, einmal gegeben, nur durch die paͤnktliche Erfuͤllung geloͤst werden kann.

Das iſt offenbar die Sprache eines Miniſters, der zwar noch Einfluß hat, aber in der Gnade ſei⸗

nes Herrſchers geſunken und der Gegenſtand ſeiuer

Eiferſucht geworden iſt, dem zwar eine perſoͤnliche Bitte ſchicklicherweiſe nicht wohl abgeſchlagen werden kann, dem man aber das nur ungern Verſprochene nur ſpaͤt und auf eine wenig verbindliche Weiſe ge⸗ waͤhrt. G.

Da Fouché mit ſeinem argwoͤhniſchen und eifer⸗ ſuͤchtigen Herrn auf einem ſolchen Fuße ſtand, ſo

muͤſſen wir uͤber die Kuͤhnheit erſtaunen, mit der⸗

er unberufen ſich ſowohl in deſſen haͤusliche als oͤf⸗ fentliche Angelegenheiten zu miſchen wagte. Jenes hatte er durch ſeine Intrike mit Joſephinen wegen

der Eheſcheidung verſucht, und weil er ſich aus die⸗

ſer Geſchichte ohne Verluſt an Anſehen und Macht gezogen, mochte ihm dies den Muth geben, in ei⸗