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54. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 20. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
Entstehung
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als aus Achtung fuͤr Tugenden, die er ſelbſt nicht beſaß, die Pflichten ſeines Amtes auf die fuͤr die Individuen ſchonendſte Weiſe zu erfuͤllen. Seine Art, Geſchaͤfte mit dem Kaiſer abzumachen, iſt von ihm ſelbſt alſo beſchrieben worden. Einem Manne von Stande, einem der ſogenannten Detenus, dem ſehr daran lag, aus dem Lande, in das er gebannt war, endlich zu entkommen, war es gelungen, Fou⸗ che fuͤr ſich zu gewinnen. Er hatte mehr als ein⸗ mal von dieſem Staatsmanne die Verſicherung er⸗ halten, daß ihm ein Paß bewilligt werden wuͤrde, allein es fehlte immer noch an der unterſchrift des Kaiſers; und Fouché, der nachgerade befuͤrchtete, fein guter Wille moͤge endlich in Zweifel gezogen werden, begann eines Morgens in Gegenwart un⸗ ſeres Gewaͤhrsmannes und eines ſehr ausgezeichneten

franzoͤſiſchen Generals uͤber die Verzoͤgerung dieſer Sache ſich auf folgende Weiſe zu aͤußern:

Er ſagte zu dem General:Sie ſind gewiß

ſehr brav?

Das will ich meinen! antwortete dieſer in demſelben ſcherzhaften Tonebrav wie hundert Loͤwen!

Aber ich, fuhr der Stagtsmann fort,kann mich noch eines Beſſern ruͤhmen. Sehen Sie, ich ver⸗ lange eine Gunſt, die Befreiung eines Freundes oder dergleichen; ich erlaure den gluͤcklichen Augen⸗ blick des Zutritts, den Augenblick der Ueberredung,