nungen der tapferen Tyroler und der deutſchen In⸗ ſurgenten, die durch Waffengewalt die Unabhaͤngigkeit ihres Vaterlandes wieder zu erringen geſucht hatten. Allein obgleich das Erſcheinen dieſer Patrioten auf der Buhne zunaͤchſt kein wichtiges Reſuktat hervorge⸗ bracht hat, ſo iſt daſſelbe doch hoͤchſt bemerkenswerth, als ein Beweis des Wiederauflebens von National⸗ geiſt und des Erwachens von jenem dumpfen und ge⸗ duldigen Sklavenſinn, der den Menſchen bei dem Wechſel ſeiner Herren eben ſo gleichguͤltig macht, als das unvernuͤnftige Vieh, das ſich von Jedem an der Halfter fortſuͤhren laͤßt. Was wir hier von der Wie⸗ dergeburt des oͤffentlichen Geiſtes in Deutſchland ſa⸗ gen, fuͤhrt uns auf die Unternehmungen von Schill und des Herzogs von Braunſchweig, ſo wie auf den Aufſtand der Tyroler zuruͤck, deren Ausgang wir in der Kuͤrze berichten muͤſſen.
Das Loos des wackern Schill war ſchon laͤngſt ent⸗ ſchieden. Gegen die kleine Armee von 5000 Mann, die er auf ſeinen Zuͤgen durch verſchiedene Gegenden Deutſchlands ſich zu verſchaffen gewußt, hatte Hiero⸗ nymus Buonaparte ein betraͤchtliches Heer von allen Seiten her zuſammengezogen. Auf ſeinen Maͤrſchen und in ſeinen Gefechten zeigte Schill große Entſchloſ⸗ ſenheit, Muth und Talente; allein die Verhaͤltniſſe waren ſo unguͤnſtig, daß die Leute ihn zwar anſtaun⸗ ten, bewunderten und ſeinen Muth prieſen, aber es doch nicht wagten, ſich ihm anzuſchliehen, Von Hol⸗


