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blos einen ſtarken Nachtrab vor ſich zu haben glaubte, behauptete Maſſena mit mehr Grund, die ganze oͤſterreichiſche Armee ſey da. Napoleon war am 21ſten mit Tagesanbruch bereits zu Pferd, um ſich durch ei⸗ gene Anſchauung von dem Stand der Dinge zu uͤber⸗ zeugen; allein das ganze vorliegende Terrain war ſo dicht von der öſterreichiſchen Reiterei beſetzt und mas⸗ kirt, daß man keine Recognoscirung vornehmen konn⸗ te. Auf einmal ward jedoch dieſer lebendige Vorhang von Plaͤnklern geluͤftet, und nun ſah man die ganze oͤſterreichiſche Armee in fuͤn Angriffskolonnen, von ihren beſten Generalen angefuhrt, noch einmal ſo ſtark als die Franzoſen und 220 Feldſtuͤcke mit ſich fuͤhrend, vorruͤcken. Das Gefecht begann mit einem wuͤthenden Angriff auf das Dorf Aſpern, das genommen, wie⸗ der genommen und abermals verloren wurde. Das Blutbad war ſchrecklich; doch war die Beharrlichkeit der Franzoſen in der Vertheidigung noch groͤßer, als die der Oeſterreicher im Angriff. Auch Eßling wurde von den Oeſterreichern, wenn gleich nicht mit derſel⸗ ben Hartnaͤckigkeit, angegriffen. Doch fiel dabei auf beiden Seiten mancher brave Soldat.
Die Schlacht nahm ungefaͤhr Nachmittags 4 Uhr ihren Aufang, war aber am Abend noch nicht ent⸗ ſchieden. Der Erzherzog brachte ſeine Reſerve vor, und ließ das Dorf Aſpern zu wiederholten Malen ſtuͤrmen. Man raufte ſich in jedem Garten, auf je⸗ der Terraſſe, in jedem Hofraum. Wagen, Karren,


