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Eggen und Pfluͤge wurden zu Barricaden verwendet. Da beide Theile zu gleicher Zeit auf verſchiedenen Punkten im Vortheil waren, ſo konnten diejenigen, die in der Fronte geſiegt hatten, oft von denjenigen im Ruͤcken angegriffen werden, die in der naͤchſtlie⸗ genden Straſſe die Oberhand gewonnen hatten. Bei Anbruch der Nacht blieb Maſſena noch zum Theil im Beſitz des durch Granaten in Brand geſteckten und mit Leichnamen uͤberfuͤllten Dorfes. Die Oeſterreicher dagegen, die die Kirche und den Kirchhof genommen und ſich darinn behauptet hatten, ruͤhmten ſich, auf dem linken Fluͤgel geſtegt zu haben.
In den letzten Stunden dieſes blutigen Tages erfolgte ein dreimaliger allgemeiner Angriff auf Cß⸗ ling, den die Franzoſen jedesmal mit der groͤßten Standhaftigkeit abſchlugen. Lannes, der dieſen Po⸗ ſten vertheidigte, kam einmal ſo ſehr ins Gedraͤnge, daß er zuverlaͤßig haͤrte weichen muͤſſen, wenn ihm nicht Napoleon durch einen kuͤhnen Reiterangriff wie⸗ der Luft gemacht haͤtte. Nur die ſinkende Nacht konn⸗ te die Streiter trennen.
Man konnte in keiner Weiſe ſagen, die Franzo⸗ ſen ſehen geſchlagen worden, aber es war fuͤr ſie doch etwas Ungewoͤhnliches, daß ſie, unter Napoleons Au⸗ gen fechtend nicht vollſtaͤndig geſiegt hatten. Auch die Oeſterreicher waren nicht Sieger, allein der Umſtand, daß ſie in dem Beſitz des wichtigſten Theils von Aſpern geblieben, bewies, daß der Vortheil mehr fuͤr


