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Noch weiter rechts und naͤher bei Aſpern als bei Eßling lag ein anderes Dorf, Namens Enzersdorf. Von Aſpern nach Exling ſind es tauſend Klafter, und etwas weniger von Eßling nach Enzersdorf. Vor die⸗ ſen Dorfern erhebt ſich das Terrain in ſaufter Anſtei⸗ gung bis zu den beiden Flecken Raſchdorf und Brei⸗ tenlee, zur Linken dagegen zeigten ſich die waldigen Hohen des Biſambergs, welche die Landſchaft in je⸗ ner Richtung begrenzten. Nachdem faſt 30,000 Mann Infanterie mit ungefaͤhr 6000 Pfe den hinuͤber wa⸗ ren, ließ Napoleon auf dem linken Ufer eine Redoute zur Deckung der Bruſcke aufwerfen, waͤhrend ſeine Truppen die beiden Doͤrfer Aſpern und Eßling, ſo wie den Raum zwiſchen denſelben beſetzten.
Die in der Nacht eingegangenen Nachrichten wi⸗ derſprachen ſich, und durch das, was man am Hori⸗ zonte ſah, waren die Staͤrke und die wahrſcheinlichen Abſichten der Oeſterreicher noch keineswegs angedeutet. Aus den vielen Feuern, die man auf dem Biſamberg erblickte, wollten Lannes und Andere ſchließen, daß der Feind dort concentrirt ſey; allein in weit gerin⸗ gerer Entfernung und vor der Fronte der franzoͤſi⸗ ſchen Armee zeigte der Horizont einen blaſſen, unge⸗ faͤhr eine Meile langen Streiſen, den Wiederſchein von zahlreichen Wachfeuern, die jedoch wegen der Vertiefung des Bodens nicht ſelbſt geſehen werden konnten. Waͤhrend nun Lannes zufolge dieſer Anzeigen


