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noch weit nicht fertig war. Sie wurden auf dem jenſeitigen Ufer von Plaͤnklern empfangen. Da ſich aber dieſe nach einem kurzen Widerſtande ſchon zu⸗ ruͤckzogen, ſo ſah man noch deutlicher, daß der Erz⸗ herzog nicht im Sinne habe, den Uebergang ſtreitig zu machen, beſonders da er die Vortheile, welche die Oertlichkeit darbot, nicht benuͤtzt hatte.
Voön dem Punkte an, wo das Ende der letzten Bruͤcke(denn es waren ihrer fuͤnf, nach der Zahl der Stromaͤrme) das linke Ufer der Donan beruͤhrte, be⸗ traten die Franzofen eine kleine Ebene, die ſich zwi⸗ ſchen den zwei Doͤrfern Aſpern und Eßling ausbrei⸗ tet. Aſpern liegt am weiteſten zur Linken, tauſend Klafter von der Bruͤcke entfernt; Eßling iſt am au⸗ dern Ende, ungefaͤhr taufend fuͤnthundert Klafter von demſelben Punkte. Die beiden Dorfer ſtellten mit ih⸗ ren maſſivgebauten Haͤuſern, ihren Teraſſen, Gaͤrten und Hofraͤumen gewiſſermaßen zwei kleine Feſtungen vor, von denen man den Kirchhof zu Aſpern und ein großes Kornhaus zu Eßling die Zitadellen nennen
konnte.
Eine Hochſtraße, von einem tiefen Graben be⸗ grenzt, verband dieſe zwei feſten Poſten mit einander wie eine Eourtine, oder ein Querwall zwei Bollwerke mit einander verbindet. Dieſe Stellung konnte aller⸗ dings auf der einen wie auf der andern Flanke um⸗ gangen werden, aber bei der Beſchaffenheit des Bo⸗ dens unterlag dieſes manchen Schwierigkeiten,


