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dene Andeutungen machten, als wollten ſie ſelbſt ober⸗ halb Wien uͤber die Donau gehen, ſo thaten ſie doch durchaus nichts, um Napoleon in ſeinen Vorberei⸗ tungen zu einem Uebergange bei Ebersdorf zu ſtoͤren; ſie beſetzten nicht einmal die Inſel Lobau, um deſel⸗ be dem Feinde zu entziehen oder die Arbeiter zu un⸗ terbre Es laͤßt ſich nicht annehmen, daß der Erz⸗ herzog die ümgegend von Wien, der Hauptſtadt ſei⸗ nes Bruders, nicht gekannt habe. Der öͤſterrreichiſche Feldherr wollte vermuthlich ſeinem Gegner den Ueber⸗ gang frei laſſen, um die zuerſt Uebergegangenen, ſo lange ſie die Donau noch hart im Ruͤcken hatten, folg⸗ lich in einer Stellung anzugreifen, aus der ſie ſich im Falle eines Unglucks uͤber die ſchlechtgebauten, tau⸗ ſend Zufaͤllen ausgeſetzten Bruͤcken nur mit großer Gefahr haͤtten zuruͤckziehen können. Wir treten dem Erzherzog durch dieſe Vorausſetzung nicht zu nahe, denn wir werden ſog eich ſehen, daß er ſich dieſe Vor⸗ theile wirklich verſchafft hat, und daß er, wenn er dieſe ganz haͤtte verſolgen koͤnnen, dem Kaiſer und ſei⸗ ner Armee den gaͤnzlichen Untergang bereitet haben wuͤrde.
Als die noͤthigen Materialien endlich beiſammen waren, kam Napoleon ſelbſt auf die Inſel Loban und befahl, die Vollendung der Bruͤcke mit aller moͤgli⸗ chen Eile zu betreiben. Seine Beſehle wurden ſo ge⸗ nau befolgt, daß die Truppen ſchon am folgenden Tage den Uebergang beginnen konnten, wenn ſchon die Bruͤcke


