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4 115 aus dem Ertrage der amerlkanlſchen Provinzen be⸗ ſtritten wurde, ſo wußten die ſpaniſchen Bauern faſt nichts von den Bedruͤckungen der Steuereinnehmer. In einem herrlichen Klima, wo der Boden bei der geringſten Arbeit mehr ertraͤgt, als der Bauer zu ſeinem Unterhalte bedarf, war aͤußerſte Anmuth eben ſo ſelten, als ſchwere Arbeit. Nuͤchterne Maͤßigkeit war noch immer ein Hauptzug in dem Karakter des Spaniers, der ſeinen behaglichen Zuſtand der Erwei⸗ terung ſeiner Genuͤſſe vorzog, und ſein trocken Brod und ſeine Zwiebeln lieber in Ruhe genießen, als ſtrenger arbeiten wollte, um ſich eine beſſere Koſt zu
verdienen. Aber troz ſeiner Indolenz unterzog er. ſich doch zuweilen den groͤßten Anſtrengungen, und
obgleich traͤge zur Feldarbeit, zeigte der Spanier doch auf der Reiſe durch die weiten Ebenen und in den Gebirgen ſein s Landes eine ganz unerſchoͤpfliche Kraft; am Ende einer beſchwerlichen Tagreiſe war ihm der Tanz oftmals eine willkommene Erholung, die er dem Schlafe vorzog. Unter dem Landvolke gab es manche Klaſſen, z. B. Schaͤfer, Maulthiertreiber, Kraͤmer, die ein wanderndes Leben fuͤhrten und wegen der Unſicherheit der Straßen Waffen zu tragen pflegten. Aber auch die eigentlichen angeſeſſenen Bauern ge⸗ noßen die Vortheile des civiliſirten Zuſtandes um ei⸗ nen wohlfeilern Preis, als die Bauern in andern weniger patriarchaliſchen Laͤndern. Die wenigen und
einfachen Rechte des Spauiers ſtanden unter dem


