98 Kaiſer geneigt zu machen. Die Antwort erfolgte ſogleich und enthielt ſehr beruhigende und ominoͤſe Dinge. Der Kaiſer behandelte darin Ferdinand als Prinzen von Aſturien, nicht als Koͤnig von Spa⸗ nien— tadelte ſeinen lezten Schritt, ohne Wiſſen ſeines Vaters an ihn zu ſchreiben, und verwies ihm, gleichſam aus Achtung fuͤr die Rechte der Sou⸗ verginitaͤt, ſich des Arms des Volkes bedient zu ha⸗ ben, um ſeines Vaters Thron zu erſchuͤttern. Er bemerkte, er habe den Friedensfuͤrſten unter ſeinen Schutz genommen, und gab zu verſtehen, er ſolle die Thorheiten ſeiner Mutter nicht aufdecken— er erlaubte ſich ſogar die hoͤchſt beleidigende Bemer⸗ kung, daß, wenn Ferdinand die Vergehungen ſeiner Mutter bekannt machte, er dabei Gefahr laufe, die Rechtmaͤßigkeit ſeiner eigenen Anſpruͤche in Zweifel zu ſtellen. Indeſſen verſicherte er den Prinzen ſei⸗ ner fortdauernden Freundſchaft, und bezeigte ſein Verlangen, ſich mit ihm uͤber die Revolution von Aranjuez muͤndlich zu beſprechen; er ſchloß mit der Erklaͤrung, daß, wenn es mit der freiwilligen Ab⸗ dankung Karls ſeine Richtigkeit habe, er nicht laͤn⸗ ger anſtehen wuͤrde, Ferdinanden als Koͤnig anzuer⸗ kennen.
Cevallos, ſchon oben als einer von Ferdinands
weiſeſten mocht, auf den Empfang eines ſo bedenklichen Sre,
on. Virkorig zuruͤczu ehren. Selbſt d. Einmoh⸗
Rätben srwähnt, haͤtte ihn gerne dazu ver⸗


