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men, um den jungen Koͤnig und ſeine Rathgeber zu benachrichtigen, daß Napoleon damit umgehe, ſich der koͤniglichen Perſon zu verſichern, die Dynaſtie der Bourbons abzuſetzen, und ein Mitglied ſeiner Familie zu ihrem Nachfolger zu ernennen.
Ein anderer Spanier, Don Joſeph Hervas, Schwager des Generals Duroc und Savary's ver⸗ trauter Freund, hatte uͤber das Komplott ſolchen Verdacht geſchoͤpft, daß Urquijo's Ausſage dadurch beſtaͤtigt wurde. Der erſtaunte Monarch und ſeine beſtuͤrzten Rathgeber konnten ſich nur auf die Un⸗ wahrſcheinlichkeit berufen, daß ein Held wie Nape⸗ leon auf ſolchen Verrath ſinnen koͤnne.„Menſchen von außerordentlichen Talenten,“ entgegnete Ur⸗ quijo,„begehen große Verbrechen, um große Zwecke zu erreichen, und werden darum nicht weniger Hel⸗ den genannt.“ Er erbot ſich, als Geſandter Fer⸗ dinands nach Bayonne zu gehen, und rieth ihm, auch jezt noch auf ſeine Flucht zu denken, und ſich nach irgend einem Punkte ſeines Gebiets zu bege⸗ ben, wo er, wenigſtens frei, wenn auch nicht maͤch⸗ tig, auf gleichere Bedingungen mit Napoleon unter⸗ handeln koͤnnte. 8
Ferdinand meinte, es ſey ſchon zu ſpaͤt, dieſem wei⸗
ſen Rathe zu folgen; und anſtatt ſeine Rettung durch
die Flucht zu verſuchen, ſchrieb er an Napoleon um
ſich auf alles, was er als treuer Freund und Alllir⸗
ter fuͤr Frankreich gethan, zu berufen und ſich dem W. Scott's Werke. LI. 7


