und im Beſitze gewiſſer Freiheiten, unter der Be⸗ dingung einer vierjaͤhrigen Dienſtleiſtung in den ruſſiſchen Armeen. Von ihrer Kindheit an werden die Koſaken im Reiten und im Gebrauche der Lanze und des Schwertes geuͤbt; das in ihrem Lande ein⸗ heimiſche Pferd iſt zwar nichts weniger als ſchoͤn, aber fromm, ausdauernd, behend und, wie vielleicht keines in der Welt, knochenfeſt. Zu Hauſe und im Schooße ſeiner Familie iſt der Koſake gutmuͤthig, freundlich und harmlos; aber unter den Waffen und im Felde nimmt er zuweilen die raͤuberiſchen und wilden Sitten der wandernden Scythen, ſeiner Vor⸗ fahren, an. Da die Koſaken keinen Sold beziehen, ſo gehen ſie gewoͤhnlich auf Pluͤnderung aus, und ga⸗ ben auch, um ſich nicht mit Gefangenen zu belaͤſti⸗ gen, kein Quartie, bis ihnen Alexander fuͤr jeden gefangenen Franzoſen, den ſie lebendig bringen wuͤr⸗ den, einen Dukaten verſprach. Auf dem Schlacht⸗ felde ſelbſt bedienen ſie ſich einer beſondern Fechtart. Statt in einer geſchloſſenen Linie anzugreifen, faͤhrt ein Koſakenkorps auf das Kammandowort wie ein ſchnell entfalteter Faͤcher aus einander, worauf dann jeder mit lautem Geſchrei einzeln auf das Augriffs⸗ objekt, es mag nun dieſes aus Infanterie, Reiterei oder Geſchuͤz beſtehen, zurennt und Schaden genug anrichtet. Aber beſonders als leichte Kavallerie ſind die Koſaken unuͤbertrefflich. Sie koͤnnen in vierund⸗ wanzig Stunden wohl hundert engliſche Meilen zu⸗
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50. Band, Leben von Napoleon Buonaparte, Kaiser von Frankreich : mit einer Übersicht der französischen Revolution : 16. Theil (1827) The life of Napoleon Buonaparte, emperor of the French
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