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auf eine Anſtellung in fremden Dienſten haͤtte ſpe⸗ kuliren wollen, wurde in Rußland als ein Ideal von
Niederträͤchtigkeit angeſehen worden ſeyn. In der militaͤriſchen Erziehung ihrer Truppen verfuhren die Ruſſen nach der in Europa bewaͤhrteſten Methode. Nach dem allgemeinen Urtheil war ihre Infanterke vortrefflich und beſtand aus jungen, kraftvollen, mit Kennerblick gewaͤhlten Maͤnnern. Ihre Artillerte war, was die Mannſchaft, das Geſchuͤz, das Fuhr⸗ werk und die Einrichtung betrifft, unvergleichlich; aber die Artilleriegenerale uͤbten in der ruſſiſchen Ar⸗ mee nicht den Einfluß, der denjenigen gebuͤhrt, die ſich der Leitung einer Waffe widmen, durch welche, wie Napoleon behauptete, die Schlachten der Neue⸗ ren in den meiſten Faͤllen entſchieden werden. Die Verwendung des Geſchuͤtzes blieb greßtentheils dem Ermeſſen der Infanteriegenerale uͤberlaſſen. Zum Reiter taugt der Ruſſe weniger als zum Infanteri⸗ ſten; demungeachtet ſind ihre Reiterregimenter treff⸗ lich eingeuͤbt und haben ſtets brav gethan.
Dlie Koſaken aber ſind eine Rußland ganz eigen⸗ thuͤmliche Streitmacht; und obgleich dieſelben in der Folge bekannt genug geworden ſind, nſo nehmen ſie ſich in der Geſchichte Napoleon's doch ſo ſehr aus, daß es wohl der Muͤhe lohnt, letwas ausfuͤhrlicher von ihnen zu reden.
Die Voͤlkerſchaften an den Ufern des Dons und
der Wolga ſind von der Krone mit Laͤndereien belehnt W. Scott's Weyke. L. 2


