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„ich dagegen komme mit Ihrem guten Genius, mit Ihrem Glücksengel.“
In dieſer Aeußerung lag ſo viel Wahrheit und. Gefühl, daß Puke ſich entwaffnet fühlte.
„Unerforſchlich ſind die Wege des Herrn,“ ſagte er bloß.„Friede ſei im Himmel und auf Erden!“ fügte er dann hinzu.
„Seit meinen früheſten Jahren,“ ſagte Amanda, „habe ich die Hälfte einer kleinen Münze an mei⸗ nem Hals getragen, und man hat mir geſagt, mein Bruder müſſe die andere Hälfte tragen.“
„Eine halbe Münze... ja, ja! Ich trage wahrlich eine ſolche. Sieh hier, hier...“
Die beiden Hälften wurden neben einander ge⸗ halten und paßten.
„Es gibt noch einen weit überzeugenderen Be⸗ weis,“ bemerkten Chrenpreutz und Creutz beinahe zugleich;„die Aehnlichkeit in Ihren Zügen iſt ja ganz unverkennbar.“
Amanda ſtieß einen tiefen Seufzer aus.
„Mein Gott,“ flüſterte ſie,„daß wir erſt jetzt ... wo Alles, Alles zu ſpät iſt... einander er⸗ kennen ſollten!“ 1
„Laß uns jetzt nicht davon ſprechen, Amanda,“ verſetzte Puke;„ſtatt deſſen will ich Dir, ſo lange es noch Zeit iſt, einige Papiere zuſtellen, die theils Aufzeichnungen von unſerem Vater, theils Briefe von unſerer Mutter enthalten. Nimm und lies ſie, Amanda; erwärme Deine Seele und Dein Herz daran.“.
Alma hatte nicht ein einziges Wort geſprochen,


