Teil eines Werkes 
20. bis 24. Bändchen (1857)
Entstehung
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ſuch bei dem Capitän geſtatten. Wir bedürfen un⸗ ter allen Umſtänden einer Kriſis...

Almas Freude war unbeſchreiblich.

Dank, Herr Doctor, ſagte ſie;wenn irgend Etwas mich erhalten kann, ſo iſt es die Freude mit Puke zuſammentreffen zu dürfen.

Die Herren entfernten ſich. Alma ſchien wirk⸗ lich einen großen Theil ihrer Kräfte wieder zu ge⸗ winnen. Sie ſtand beinahe allein auf, und als ſie ſich an ihren Toilettentiſch ſetzte, war ſie ganz mun⸗

ter und ſchalkhaft.

Mein Gott, ſagte ſie,wie ich vom Fleiſch gefallen bin! aber doch iſt mein Herz nicht von ihm abgefallen. Ich glaube beinahe, mein Haar iſt noch lockiger geworden als vorher. Ob ihm das wohl gefallen wird, Marie Luiſe? Laß es in freien Locken herabfallen. Ach wie Schade, daß ich jetzt mein Brautkleid nicht fertig habe; ich würde es an⸗ gezogen haben. Amanda trägt ſich ſchwarz; ſiehſt Du, Marie Luiſe, deßhalb will ich mich weiß kleiden. Aber, beſte Amanda, Du mußt mir auch ein wenig helfen. Ich ſehe ſehr blaß aus, nicht wahr? Er kann glauben, ich ſei krank, und das ſoll er nicht. Er hat ſonſt Kummer genug...

Und bei dieſen Worten brach ſie in Thränen aus.

Aber wie kindiſch ich bin! fuhr ſie fort;ich darf ihn ja beſuchen, ich darf ihn ſehen, mit ihm ſprechen, ſeine Hand drücken, und dennoch weine ich. Siehſt Du, Amanda, ich glaube...

Dieſe ſchweſterlich zärtliche Freundſchaft ging Amanda tief zu Herzen.

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