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„Vom Capitän Puke?“ fiel er ein.
„Ja, Badin; ich möchte wiſſen, wie es ſich in Wirklichkeit mit ihm verhält; Du weißt, wie ſehr wir einander lieben. Verſprichſt Du mir ſichere Nachrichten zu verſchaffen?“
Badin ſteckte die kleine Börſe ein, verſprach Al⸗ les, was Alma wünſchte, und hielt Wort. Von die⸗ ſem Tag an wußte Alma Alles, was ſich mit Puke zutrug, ſie wußte, daß er in der Nacht, bevor er ihr geſchrieben und ſeine Lage ſo beruhigend geſchildert hatte, im Diebskeller auf der Folter gelegen; ſie wußte, daß er in der folgenden Nacht in die Ro⸗ ſenkammer geführt worden war; ſie wußte endlich, daß er geſtanden Ha⸗ und daß ſein Todesurtheil geſprochen war. 1
Ihre Krankheit vedſchlimmerte ſich indeß nicht nach Maßgabe der immer traurigeren Nachrichten, die ſie erhielt. Sie blieb ſich ungefähr gleich. Ver⸗ zweiflung und Hoffnung lagen noch immer gleich ſchwer in der Wagſchale ihres Lebens und erhielten die Krankheit in der Schwebe.
Ehrenpreutz, Creutz und Marie Luiſe waren bei ihr, als Amanda eintrat.
Alma hatte von der Verwandtſchaft zwiſchen Puke und Amanda bereits Kenntniß erhalten, und da ſie die feindſelige Geſinnung des Mädchens gegen ihn nur zu gut kannte, ſo begriff ſie auch die ganze Schrecklichkeit des Schlages, der ſie getroffen hatte.
Amanda ſprach nicht von dem, was in ihrem
Innern vorging, ſondern betrachtete Alma, deren
Leiden ſo tief in ihre Züge eingegraben waren, mit
der innigſten Theilnahme.


