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nigſten Zärtlichkeit; der ganze Hof that es, und die königliche Familie blieb nicht zurück.
Mit der zärtlichſten Liebe wurde ſie jedoch von ihrer Schwägerin Marie Luiſe umfaßt. Dieſe wachte Tag und Nacht bei ihr.
Im Anfang ihrer Krankheit ſprach Alma unauf⸗ hörlich von Puke; ſie ließ ſich von dem Fortgang der Unterſuchung, von den größern oder geringeren Hoffnungen auf Pukes Freiſprechung, von ſeinen Ausſagen u. ſ. w. erzählen. Es war ein ſüßer Augenblick für ſie, als ſie das Briefchen erhielt, das er ihr im Gefängniß ſchrieb. Dieſes Billet erhielt ſeinen Platz an ihrem Herzen, und ſie las es immer von Neuem. Aber in ihrer Seele ſpuckten düſtere Ideen, und da die Erzählungen ihrer Umgebung mit dem heitern Ton des Briefes nicht ganz über⸗ einſtimmten, ſo erwachte der natürliche Argwohn, er habe ihr den wirklichen Sachverhalt zu verbergen geſucht. Von dieſem Augenblick an glaubte ſie an keine Verſicherung mehr. Sie ſagte jedoch Nichts, ſondern ſtellte ſich gläubig und ſann unaufhörlich auf Mittel, ſich zuverläſſige Nachrichten zu verſchaffen. Eines Tags kam Badin, der Negerjunge, um im Namen der Königin nach ihrem Befinden zu fragen. Zufällig war Alma gerade allein und ſie bat Badin, ſich zu ſetzen.
„Ach, Badin,“ ſagte ſie zu dem Jungen,„Du könnteſt mir einen großen Gefallen thun.“
Wir wiſſen, daß Badin nach allen Richtungen hin dienſtfertig war.
„Sieh dieſe kleine Börſe da, Badin; ſie gehört Dir, wenn Du mir Nachrichten verſchaffſt...“


