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gens nicht bloß über die Situation am Hofe, ſondern auch über Amandas Charakter vollſtändig belehrt worden.
Als ſie daher jetzt mit der Königin hinaustrat, ſah ſie ihrem Zuſammentreffen mit Amanda ganz anders entgegen, als bei ihrem Weggang von Hauſe. 3
Der Hof hatte ſich bald hinter dem König und der Königin verſammelt.
„Laſſen Sie die Deputation eintreten,“ befahl die Letztere.
„Was gedenken Ew. Majeſtät zu thun?“ fragte ſie Höppener, der über den von Muth ſtrahlenden Blick, den ſie um ſich warf, beinahe erſchrack.
Die Königin kniff bloß ihre Lippen ein, und ein kaltes Lächeln war ihre ganze Antwort.
Die Deputation trat ein; Pechlin führte Amanda bei der Hand. Beim Anblick der Königin, auf deren Lippen noch das kalte Lächeln ſaß, wurde das Mäd⸗ chen blaß, gleich als ginge ſie einem Todesurtheile entgegen. Nicht minder erſchrack ſie über die Anwe⸗ ſenheit der Frau Schedvin. Sie konnte ſich nicht er⸗ klären, was Frau Schedvin da wollte.
Nachdem die Deputation die Königin begrüßt hatte, trat dieſe auf ſie zu.
Pechlins Blick weilte unabläſſig auf ihr; aber ſie ſchien es nicht einmal zu bemerken.
„Wenn,“ ſagte die Königin,„die Krone oder der Staat einem Dienſtboten bei einer Privatfamilie eine Belohnung ertheilen, ſo iſt es gewöhnlich, daß dieſe Familie ihre Freude und Dankbarkeit darüber auf eine feſtliche Art ausdrückt. Nichts Anderes wünſche
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