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ſich Amandas Bild gleichſam in eine Nebuloſe ver⸗ wandelt, wogegen das Bild der Mutter ihr klar und deutlich, ſo wie ſie ſich aus früheren Tagen ihrer erinnerte, vor die Augen trat. Die Lebende war für ſie geſtorben, und die Todte wurde für ſie lebendig.
Jetzt veränderte ſich jedoch dieſes Verhältniß auf einmal.
Beim Anblick Amandas fiel es wie Schuppen von ihren Gedanken und der Nebel vor ihrem Urtheil zer⸗ ſtreute ſich.
Sie hielt Amandas Bild in ihrer Seele feſt.
„Iſt dies die Tochter,“ dachte ſie,„dann war es auch die Tochter, die vor mich trat, und nicht die Mutter.“
Ein klares Licht überſtrömte dabei ihre innere Anſchauung.
Ein großer Theil der Unheimlichkeit an der dü⸗ ſtern Verzauberung, worein ſie in ihrem überſpann⸗ ten Zuſtand verſetzt geweſen, verſchwand damit.
Je richtiger ihr die Gegenſtände vor die Augen traten, um ſo kräftiger wußte ſie ſich ſelbſt zu be⸗ herrſchen.
Frau Schedvin war gekommen, um einen wich⸗ tigen Aufſchluß zu ertheilen, um eine Schuld abzu⸗ tragen, welche ſie nicht ins Grab mitnehmen wollte, und ihr Gewiſſen zu erleichtern; aber nachdem es ihr jetzt auf einmal klar geworden, daß Amanda bloß auf eine kecke Art ihren exaltirten Zuſtand ausge⸗ beutet und durch ihre eigene Rolle dabei ſogar noch geſteigert hatte, empfand ſie einen bittern Verdruß. Durch das Geſpräch der Königin war ſie übri⸗


