Teil eines Werkes 
20. bis 24. Bändchen (1857)
Entstehung
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gut, daß Höppener ſich nöthigenfalls ſelbſt vor einem Angriff mit der blanken Klinge nicht ſcheute, wiewohl er auch Verſtand genug hatte, ſich nicht bloszuſtellen.

Aber ſo zuvorkommend die Königin ſie empfing, ſo plötzlich veränderte ſich auch das Benehmen der Monarchin; ihre verbindliche Höflichkeit verſchwand beinahe augenblicklich und machte einem auffallenden Mißvergnügen Platz.

Die Urſache ließe ſich nicht erklären, wenn nicht dicht hinter den vier Präſidenten Baron Pechlin zum Vorſchein gekommen wäre.

Unmittelbar nachdem ſie ſich zur Königin hinein begeben hatten, war er ihnen ohne Weiteres nach⸗ gegangen.

Waren die vier Herren durch den Anblick Höp⸗ peners verblüfft worden, ſo wurde es die Königin nicht minder durch den Anblick des Barons.

Sie gewann indeß bald ihre Ruhe wieder und trat auf Ferſen zu.

„Meine Herren,“ begann ſie.

Aber während dieſe Worte von ihren Lippen kamen, ſchnürte ſich ihr Herz zuſammen. Es war das erſte Mal nach ſo vielen in den letzten Wochen erlittenen Demüthigungen, daß ſie dieſe Männer vor ſich ſah. In ihrer ſtolzen Seele regte ſich ein ge⸗ waltiger Widerwille, aber beim Gedanken an die Verurtheilung der Männer, die ihretwegen ſo viel wagen gewollt, erweiterte ſich ihre Bruſt wieder und das Herz ſiegte über die Selbſtſucht.

„Meine Herren,“ begann ſie alſo mit einem tie⸗ fen Athemzug von Neuem,„ich hoffe, Sie werden die Gemahlin Ihres Königs entſchuldigen, daß ſie