Teil eines Werkes 
20. bis 24. Bändchen (1857)
Entstehung
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„Unterbrechen Sie mich nicht, Höppener. Ich habe viele Eiſen im Feuer. Man ſoll ſeine Hoff⸗ nungen nicht auf ein einziges Brett ſetzen. Die

Gräfin Brahe war bei mir; ihre Verzweiflung und

ihr Kummer waren erſchütternd. Um Gnade für ihren Mann zu erflehen, hatte ſie beſchloſſen, den Landesmarſchall Ferſen, wie auch die übrigen Spre⸗ cher der Stände zu beſuchen. Dieſe ihre Äbſicht hat mir meinen Plan eingegeben. Ich rieth ihr daher nicht ab, ſondern billigte ihren Entſchluß. Gleich⸗ wohl glaubte ich auch Etwas zur Sache beitragen zu können und beſchied ſie alſo hierher. Sie iſt eine der ſchwarzgekleideten Damen, die ſo eben hier ankamen. Zu gleicher Zeit ſchickte ich einen Kammer⸗ herrn zu Ferſen und den Uebrigen ab, und ließ ſie um einen Beſuch bitten.“

„Sie werden nicht kommen, Ew. Majeſtät.“

„Ich bin überzeugt, daß ſie kommen; Ferſen gab dem Boten beinahe die Verſicherung, daß er ſich einfinden werde.“

„Aber jedenfalls...“

„Ich will Nichts unterlaſſen, Höppener, ich will ihnen mein ganzes Herz öffnen.“

„Sie werden das ihrige verſchließen.“

„Der Kummer der Gräfin Brahe iſt unwider⸗ ſtehlich.“

„Die politiſche Parteiverſtocktheit iſt nicht minder unwiderſtehlich.“

„Sie wiſſen immer Schwierigkeiten, Höppener. Ich bin jedoch meiner Sache gewiß. Dieſe Herren wollen eigentlich bloß mich demüthigen. Nun wohl,

ich werde mich ſelbſt demüthigen. Können ſie mehr